Schimmel an der Wand: Ursachen, Risiken – und was ein Maler tun kann
Innenmalerei

Schimmel an der Wand: Ursachen, Risiken – und was ein Maler tun kann

5. März 2025 · 6 min Lesezeit · Maik Wentzien, Malermeister

Schimmel an der Wand wird häufig mit einem Pinsel überstrichen – und kommt sechs Monate später wieder. Wer das Muster versteht, macht es einmal richtig.

Warum entsteht Schimmel?

Schimmel braucht drei Dinge: Feuchtigkeit, Wärme und organisches Material. Wände bieten das alles – besonders in Ecken, hinter Möbeln und an Außenwänden ohne ausreichende Dämmung. Schimmel ist also fast immer ein Feuchtigkeitsproblem, kein Farb- oder Putzproblem.

Wann reicht eine Schimmelschutzfarbe?

Nur dann, wenn die Ursache beseitigt ist. Eine Schimmelschutzfarbe enthält biozide Wirkstoffe, die Pilzwachstum hemmen – aber sie heilen keine schlechte Dämmung, undichte Fenster oder dauerhaft feuchte Außenwände. Wer nur überstreicht, verschiebt das Problem.

Was tun wir bei echtem Schimmelbefall?

Zunächst untersuchen wir, wo die Feuchtigkeit herkommt: Kondenswasser (Lüftungsverhalten), Baufeuchte (Neubau), Wärmebrücken oder eindringendes Wasser. Je nach Ursache empfehlen wir eine abgestimmte Lösung: Sanierputz, Schimmelschutzgrundierung und geprüfte Deckanstriche. In schweren Fällen empfehlen wir, vorher einen Bausachverständigen hinzuzuziehen.

Was gehört zum Eigenanteil des Bewohners?

Richtiges Lüften ist die wichtigste Maßnahme. 3-mal täglich kurz stoßlüften ist effektiver als dauerhaft gekippte Fenster. Möbel sollten 10 cm Abstand zur Außenwand haben. Wäsche nicht im Schlafzimmer trocknen. Das klingt banal – löst aber viele Schimmelprobleme dauerhaft.

Was kosten Schimmelschutzarbeiten?

Das hängt vom Ausmaß ab. Kleine Stellen (bis 0,5 m²) sind oft im Rahmen eines normalen Malerauftrags lösbar. Größere Sanierungen werden separat kalkuliert. Wir schauen es uns immer vor Ort an – kostenlos und ohne Verpflichtung.