Vinyl im Bad: Geht das wirklich – und worauf kommt es an?
Fußbodenbeläge

Vinyl im Bad: Geht das wirklich – und worauf kommt es an?

14. Februar 2025 · 5 min Lesezeit · Maik Wentzien, Malermeister

Vinylboden im Bad ist eine echte Option – aber nicht jeder Belag ist gleich. Wer die Unterschiede kennt, trifft die richtige Wahl.

Was macht Vinyl badtauglich?

Vinyl ist von Natur aus wasserresistent. Entscheidend ist aber: Wie gut ist die Verbindung zwischen den Planken? Klick-Vinyl mit offenen Fugen lässt Wasser in den Untergrund – dort schimmelt es, die Planken quellen auf. Für Nassbereiche braucht man entweder verklebtes Vollformat-Vinyl oder Klick-Planken mit 100% wasserdichter Verbindung (sog. aqua-Stop-Systeme).

Welche Untergründe eignen sich?

Der Untergrund muss absolut eben, trocken und fest sein. Fliesen können als Untergrund bleiben – wenn sie eben sind und nicht scheppern. Vorher Feuchtigkeit prüfen, besonders bei Erdgeschoss-Bädern ohne Kellerabtrennung.

Wie sieht es mit dem Sockel aus?

Beim Vinyl im Bad ist der Übergang zur Wand kritisch. Wir empfehlen eine saubere Sockelleiste mit Silikonfuge – kein offener Spalt. Eine Alternative ist gerolltes Vinyl mit aufgezogener Sockelzone, wie es früher in Arztpraxen üblich war – heute auch im Wohndesign erhältlich.

Welche Qualitäten empfehlen wir?

Im Nassbereich sollte der Vinyl mindestens 3 mm stark sein, Nutzklasse 23 (Wohnbereich intensiv) oder besser 31 (Gewerblich leicht). Für Bäder setzen wir häufig auf Produkte von Tarkett, Parador oder Gerflor – alle mit entsprechender Badezimmereignung.

Was kostet Vinyl im Bad?

Vinyl inklusive Verlegung liegt je nach Qualität zwischen 35 und 70 Euro pro Quadratmeter. Das ist deutlich günstiger als Fliesen. Die Optik ist heute täuschend echt – und der Untergrund fühlt sich wärmer an. Wir machen Ihnen gerne ein konkretes Angebot für Ihr Bad.